Kapitel 23 – Elbisch Tutorial 02

In dieser Folge geht es um die Substantive, die sogenannten Hauptwörter, also Gegenstände, Personen oder Sachverhalte. Beispiele hierfür sind alles, was mit der die und das beginnt, das Haus, die Maus, die Karotte, der Vorhang,…

https://open.spotify.com/episode/2XzhRS1qfe3Q8qg6OAT1U8 (Irgendwas stimmt mit dem Player nicht, daher hier der Link zur Folge.

Das Positive an den Substantiven ist es, dass man sie ganz leicht mit einem Bild verknüpfen kann, was beim Erlernen einer neuen Sprache sehr hilfreich werden kann. Im Sindarin gibt es (glücklicherweise) keine Unterscheidungen der Worte in den verschiedenen Fällen (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ), sondern lediglich die Singular- und Pluralform (Einzahl und Mehrzahl) des Wortes ist geringfügig verändert. Im Normalfall werden nur die Vokale des Wortes geändert. Das Y wird im Sindarin ebenfalls als Vokal gezählt.

Schauen wir uns nun im Folgenden die einzelnen Vokale an und betrachten an Beispielen, wie sich die Pluralform vom Singular unterscheidet:


Ein A wird zu einem E, in der letzten Silbe des Wortes jedoch zu einem AI
adan (Mensch) → edain (Menschen)
lavan (Tier) → levain (Tiere)
bar (Heim) → bair (Heime)

Ein E bleibt ein E, in der letzten Silbe wird es zu einem I
edhel (Elb) → edhil (Elben)
nên (See) → nîn (Seen)

Ein I bleibt ein I, hat ein Wort nur I’s als Vokale, ist das Wort im Singular und Plural gleich
sîr (Fluss) → sîr (Flüsse)
fin (Haar) → fin (Haare)

Ein O wird zu einem E, in der letzten Silbe des Wortes zu einem Y
ithron (Zauberer) → ithryn (Zauberer [Pl.])
orod (Berg) → eryd (Berge)
orch (Ork) → yrch (Orks)
dôr (Land) → dyr (Länder)

Ein U wird zu einem Y, in überlangen Silben (bei einem Accent Circonflex), also bei û zu UI
tulus (Pappel) → tylys (Pappeln)
lûth (Blüte) → luith (Blüten)

Das Y, das im Sindarin als Vokal zählt, bleibt ein Y (siehe I)
cýron (Neumond) → cýryn (Neumonde)
ylf (Fackel) → ylf (Fackeln)
myl (Möwe) → myl (Möwen)


Man kann sich im Großen und Ganzen folgende Regeln merken:

A → E oder AI am Ende
E → E oder I am Ende
I = I        (bleibt stehen)
O → E oder Y am Ende
U → Y
Û → UI
Y  =  Y    (bleibt stehen)


Es gibt wie in anderen Sprachen natürlich einige Sonderfälle:

Wenn ein R, NC oder NG auf ein A in der letzten Silbe folgt, wird das A trotzdem zu einem E, ein AR, wird also immer zu einem ER, ANC immer zu ENC und ANG immer zu ENG unabhängig davon wo es steht
narn (Geschichte) → nern (Geschichten)
fang (Bart) → feng (Bärte)

Steht im Singular ein IE fällt im Plural das E weg
Miniel (Erst-Elbe) → Minil (Erst-Elben)

IO wird zu einem Y
thalion (Held) → thelyn (Helden)

Zum Schluss noch kurz die Diphtongen (Jannik erklärt den Begriff mit Bravour in der Folge)

AE bleibt AE
Leagel (Grünelbe) → Leagil (Grünelben)
aew (Vogel) → aew (Vögel)

AU und AW (AW ist ein AU am Wortende) wird zu OE
gwaun (Gans) → gwoen (Gänse)

AI, EI und UI bleiben unverändert im Plural
lain (Faden) → lain (Fäden)
eithel (Quelle) → eithil (Quellen)
duin (Strom) → duin (Ströme)

Einige Substantive werden aus älteren Wörtern der elbischen Sprache verwendet, diese Sonderfälle folgen keiner Regel und müssen daher einfach stumpf auswendig gelernt werden.

thôr (Adler) → theryn (kommt von der ehemaligen Form thoron)


Eine weitere kleine Besonderheit im Sindarin ist der kollektive Plural. Dieser wird verwendet wenn eine vollständige Gesamtheit einer Mehrzahl vorliegt. Bei dieser Form wird an den Plural des Wortes die Silbe ath angehängt.

edainath (alle Menschen, die Gesamtheit der Menschen, die Menschheit)


Wichtig bei den Substantiven ist natürlich zum Abschluss der Artikel. Im Deutschen haben wir hierzu der, die, das, ein, eine. Die letzten beiden davon gibt es im Sindarin überhaupt nicht, die ersten drei lauten im Sindarin im Singular i und im Plural in.

aran (ein König)
i aran (der König)
erain (Könige)
in erain (die Könige)


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